Crljenak (ausgesprochen surl-YEN-ack) ist eine seltene Rebsorte, die lange Zeit als ausgestorben galt. Sie teilt ihr genetisches Erbe mit zwei der bekanntesten Weine der Welt: dem amerikanischen Zinfandel und dem italienischen Primitivo. Diese einst weit verbreitete kroatische Rebe wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch eine Reblaus-Epidemie nahezu vollständig vernichtet. Crljenak besitzt einen einzigartigen Charakter: Er reift früh in der Saison, benötigt weniger Sonnenstunden, weist eine tiefrote Farbe und eine ausgeprägte Säure auf und erreicht hohe Alkoholwerte.
Nachdem Bob Benmosche und Marija Mrgudić einen mit blühendem Ginster bedeckten Hang gesehen hatten, der sich zum Meer hinabzog, und von einer alten Volksweisheit gehört hatten, dass dieser Boden besonders gut für den Weinbau geeignet sei, begannen sie, Grundstücke zusammenzutragen, die gemeinhin nicht als ideale Weinbergslagen galten. Bobs Philosophie, neue Wege zu gehen – auch wenn es sonst niemand tut –, führte sie zu einem Standort mit ehemaligen Soldatenbaracken aus dem Ersten Weltkrieg, wunderschönen Olivenbäumen und einer Geschichte, die vermutlich bis in die Römerzeit zurückreicht.
Im Jahr 2006 wurden Zinfandel-Reben (zusammen mit einigen Cabernet-Sauvignon- und Merlot-Reben) aus dem Napa Valley importiert und der Weinberg direkt an der Küste in Viganj, ganz im Westen der Halbinsel Pelješac, angelegt.
Im Jahr 2007 bemerkte Marijas Ehemann Ante während des Baus einer Zufahrtsstraße für den Weinberg in Viganj Pflanzen im Gestrüpp, die wie wild wachsende Reben aussahen. Die Bauarbeiten wurden gestoppt, das Gelände freigeräumt und alte Rebstöcke freigelegt. DNA-Analysen bestätigten später, dass es sich bei diesen drei Rebstöcken um ursprünglichen Crljenak handelte. Heute gibt es in ganz Kroatien nur wenige Orte, an denen originale Crljenak-Reben die große Reblauskatastrophe überlebt haben.
Die Appellation Dingač liegt an steilen, nach Süden ausgerichteten Hängen, die von steinernen Terrassen gesäumt sind und sich zum Meer hin absenken. Dieses Gebiet zählt zu den besten Lagen für den Anbau der autochthonen Rebsorte Plavac Mali. Plavac Mali ist eine Kreuzung aus Crljenak und einer weiteren kroatischen Sorte, Dobračić.
Die Region Dingač wurde bereits 1961 als erstes geografisch geschütztes Weinbaugebiet im ehemaligen Jugoslawien anerkannt. Der Trockenanbau (Dry Farming) von Plavac Mali in Dingač gilt als der reinste Ausdruck kroatischer Weinherstellung und vereint Generationen von Geschichte in jedem Schluck. Die Weinbautradition dieser Region reicht bis in die griechische und römische Antike zurück.
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